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Offener Brief zum Thema KiTa Senfkorn

1. November 2016

 

Das Presbyterium der Kirchengemeinde Atzbach hat einen offenen Brief mit folgenden Wortlauft an die Mitglieder des Gemeindevorstandes, die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter der Gemeinde Lahnau verschickt:

 

Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeindevorstands,
sehr geehrte Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter,

vor den Sommerferien dieses Jahres erreichte uns Ihre fristgerechte Kündigung zum 31.07.2017 des Vertrages zwischen der Kommune und der Ev. Kirchengemeinde Atzbach bzgl. der Kindertagesstätte „Senfkorn“, mit dem Zusatz „zwecks Neuverhandlungen“. Aufgrund sich überschneidender Urlaubszeiten fand erst nach den Sommerferien am 7. September ein Gespräch zwischen Vertretern der Kommune (Bürgermeister Schultz, Frau Schmitt-Zizka, Herren Sigl und Veit) und der Kirchengemeinde (Pfarrerin Bünger, Presbyter Holger Tebbe und unserem Rechtsanwalt Schulz) statt.

Das Gespräch endete mit der Maßgabe, dass Sie zukünftig nur noch eine Gruppe in unserer Einrichtung finanzieren möchten, uns als Kirche bliebe es selbstverständlich frei, durch einen Eigenanteil weiterhin eine zweite Gruppe beizubehalten. Bei einem späteren Gespräch mit Eltern der Kindertagesstätte Senfkorn äußerte sich Herr Bürgermeister Schultz über einen Eigenanteil der Kirche von 10 – 17 %, um die Fortführung der Kindertagesstätte in ev. Trägerschaft und in bisheriger Gestalt zu gewährleisten.

Wir als Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Atzbach möchten nun gerne an Sie alle gewandt und öffentlich dazu Stellung nehmen. Insbesondere möchten wir Ihnen auch noch einmal Hintergrundinformationen für eine letztendliche Entscheidung an die Hand geben.

Dabei sei vorausgeschickt, dass uns die Kündigung tief getroffen hat. Bei einer weitgehend ausgelasteten und funktionierenden Einrichtung haben wir aktuell nicht mit einem solchen Vorgehen gerechnet. 

1) Grund und Entstehung der Vertragspartnerschaft zwischen der Kommune Lahnau und der Ev. Kirchengemeinde Atzbach

„Wenn der Kirche die Kindertagesstätte Senfkorn so wichtig ist, wird sie doch wohl einen Eigenanteil leisten können.“ So oder so ähnlich mögen sicherlich die meisten von Ihnen denken und das auch erstmal durchaus zu recht, wenn man nicht genau den eigentlichen Grund unseres Vertragsabschlusses kennt.

Vor nun mehr als 15 Jahren sind wir genau deshalb an Sie herangetreten, weil die Ev. Kirchen-gemeinde Atzbach immer weniger Eigenanteil einbringen konnte. Dies hatte mit einer „weichenstellenden“ Entscheidung der damaligen Kreissynode zu tun.

Zur Information: Die Ev. Kirchengemeinde Atzbach gehört zur Ev. Kirche im Rheinland (nicht zu Hessen-Nassau!). Die EKiR ist eine Landeskirche, die nicht bischöflich, sondern presbyterial-synodal verfasst ist. Das heißt, dass auf Gemeindeebene Presbyterinnen und Presbyter für die Leitung zuständig sind. Diese senden Abgeordnete zur Kreissynode, welche wiederum Vertreter zur Landessynode entsendet.

Ende der 1990er Jahre wurde aufgrund des Kirchensteuerrückgangs und des demographischen Wandels von den Synodalen der Kreissynode Wetzlar der Beschluss gefasst, dass die kreiskirchliche Umlage fortan nicht mehr Kirchengemeinden mit Kindergärten unterstützt. Die Umlage sollte solidarischer für alle 20 Kirchengemeinden eingesetzt werden und nicht hauptsächlich in den Topf der drei Kirchengemeinden mit Kindertagesstätte fließen. 

Von diesem Beschluss waren die Kirchengemeinden Wetzlar, die Kirchengemeinde Rechten-bach und die Atzbacher Kirchengemeinde betroffen. Rechtenbach hat damals direkt den Kinder-garten der Kommune übergeben. In Wetzlar konnte man aufgrund des Hospitalvertrages die Kindergärten weiterhin in evangelischer Trägerschaft behalten, und wir führten seinerzeit mit Herrn Bürgermeister Schleenbecker und Ihnen Verhandlungen. Da unsere Kindertagesstätte eine langjährige und große Tradition in Atzbach hat - sie wurde bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet - und weiterhin gut von der Bevölkerung angenommen wurde, wollten wir als Presbyterium nicht einfach aufgeben. Mit dem Hinweis auf den Vorrang freier Träger und die Trägervielfalt machten Sie uns damals als Kommune ein Vertragsangebot, wohl wissend, dass der kirchliche Eigenanteil nicht mehr gewährleistet werden konnte.

Der Vertrag, der mittlerweile dreimal nachgebessert wurde und umfangreiche Eingriffsrechte der Kommune zum Beispiel bei der Personalausstattung vorsieht, war also ein Entgegen¬kommen Ihrerseits, aber auch ein Gewinn für Sie, da das Angebot unserer Kindertagesstätte in Lahnau gebraucht wurde und auf einen entsprechenden Bedarf stieß. Dies war also der Ausgangs¬punkt unserer Partnerschaft, bei der von Vornherein die Finanzmittel nicht in unserer Hand lagen (auch jetzt haben wir diverse Bemühungen um finanzielle Zuschüsse unternommen – bisher leider erfolglos). Wir waren aber unsererseits fortwährend bestrebt, ein attraktives und vielfältiges Konzept für die Bürger und insbesondere natürlich die Kinder in Lahnau*  einzubringen. Nicht zuletzt nimmt die Kirche mit einer Kindertagesstätte in ihrer Trägerschaft auch eine öffentliche Aufgabe wahr!

Da nun offensichtlich zurzeit Überkapazitäten in Lahnau vorhanden sind, wurde von Seiten der Kommune beschlossen, Einschnitte vorzunehmen. Die Wahl fiel hierbei auf die kirchliche Ein-richtung in Atzbach. Dies geschah, obwohl unsere Einrichtung in den letzten Jahren weitgehend ausgelastet war und auch die vorliegenden Anmeldungen eine künftige Auslastung erwarten lassen. In diesem Sinne bitten wir Sie, noch einmal zu überdenken, was die Ev. Kita Senfkorn ausmacht und welchen Beitrag sie für die bedeutsame Aufgabe einer attraktiven Kinderbetreuung in Lahnau liefern kann.

* hier ist bewusst von „Lahnau“ die Rede, weil auch Dorlarer und Waldgirmeser Kinder die Einrichtung besuchen.

2) Die Kindertagesstätte „Senfkorn“ im Angebotskatalog der Gemeinde Lahnau

  • Wie bereits erwähnt versteht sich die Ev. Kindertagesstätte mit ihrer fast 90-jährigen Geschichte als die Traditionseinrichtung in Atzbach und ganz Lahnau. Das tägliche Miteinander in der „Großfamilie“ Kita prägt das Leben der Kinder bereits in der vierten Generation. Viele Großeltern, die heute ihr Enkelkind aus der Kita abholen, haben noch eine lebendige Erinnerung an ihre eigene Kindergartenzeit an gleicher Stelle.
  • In der Ev. Kita Senfkorn werden in zwei altersgemischten Gruppen Kinder in liebevoller Atmosphäre und mit einem vielfältigen Angebot gefördert und betreut. Die tägliche Arbeit ist geprägt von festen Bezugsgruppen und einem strukturierten Tagesablauf, der den Kindern Sicherheit und Geborgenheit gibt. Mit der Bereitstellung von Integrationsplätzen gehört die achtsame Pflege und Fürsorge von Kindern mit besonderem Förderbedarf ebenso zum Konzept.
  • Als Kindertagesstätte fühlen wir uns dem Bildungsauftrag des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans verpflichtet und setzen dessen Inhalte nachhaltig in die tägliche Praxis um. Dazu wird unser Konzept zeitnah überarbeitet. Die gruppenübergreifend angebotene Projektarbeit für Kleinstgruppen aller Altersstufen entspricht diesen Vorgaben: z.B. Sprachförderung, Bewegung und Musik, Naturerfahrungen, Kunst und Kreativität, mathematische  Bildung sowie eine umfassende Wertevermittlung im christlichen Sinne sind nur einige der Themen.
  • Was ist „evangelisch“ an der Evangelischen Kindertagesstätte?
    Viele Eltern erhoffen sich auch heute noch eine Erziehung, die auf christlichen Werten beruht. Gerade in den letzten Tagen wurden in Gesprächen mit Elternvertretern eindrucksvolle Zeugnisse einer bewussten Entscheidung für die kirchliche Einrichtung gegeben. Dieser religionspädagogische Aspekt wird in der Ev. Kita Senfkorn täglich durch vielerlei Aktivitäten wie zum Beispiel Tischgebet, Erzählen biblischer Geschichten, gemeinsames Singen und das Feiern der wichtigen Feste des Kirchenjahres zum Leben erweckt. Die kindgerechte Vermittlung der frohen Botschaft von Jesus Christus wird nicht ausgeblendet sondern zum integralen Bestandteil von Profil und Konzeption der Einrichtung.
  • Aus dem christlichen Menschenbild heraus und in der Verantwortung für das Kind verstehen wir das Kind als einmaliges Geschöpf Gottes und möchten es in jeder Lebensphase mit seinen Fähigkeiten und Begabungen, Stärken und Schwächen sowie seinen Bedürfnissen akzeptieren und fördern. Das Kind soll erfahren, dass es angenommen ist.
  • Obwohl (oder gerade weil?) es sich um eine christliche Einrichtung handelt, werden regelmäßig auch Kinder muslimischer Mitbürger in der Ev. Kita angemeldet. Aktuell sind es deren drei. Bisweilen beobachten wir bei muslimischen Mitbürgern einen gewissen Vertrauensvorschuss zu einer religiös geprägten Einrichtung.
  • Verlässliche und motivierte Mitarbeiterinnen, die sich der Einrichtung großteils seit Jahr-zehnten verbunden fühlen und hier fest angestellt sind, betreuen die Kinder mit großer Kontinuität. So können feste und beständige Beziehungen zu Kindern und Eltern aufgebaut werden, die für die tägliche Arbeit unabdingbar sind. Die Fluktuation in der Mitarbeiterschaft kann als äußerst geringfügig bezeichnet werden. Übrigens sind die Mitarbeiterinnen der Ev. Kita Senfkorn zumeist selbst überzeugte und aktive Mitglieder einer Kirchengemeinde.
  • Die Ev. Kindertagesstätte ist – nach Schließung der Grundschule Atzbach – der letzte „Außenposten“ dörflicher Infrastruktur im Unterdorf Atzbachs. Die Attraktivität Atzbachs, gerade für den Zuzug junger Familien in den alten Ortsteil, ist verbunden mit dem Vorhalten einer Kinderbetreuungseinrichtung an diesem Standort. Mit der Einbindung in den alten Ortskern sind zudem besondere Aktivitäten der Kita verbunden, die teilweise ein Alleinstellungsmerkmal haben. Dazu gehört regelmäßiges Backen im alten Backhaus, die Bewirtschaftung eines Garten¬grundstücks in den nahen Lahnwiesen und der Besuch der Atzbacher Kirche zu besonderen Anlässen.

3) Optionen für die Zukunft

Für alle Beteiligten stellte sich nun die Frage, wie es künftig mit der Ev. Kita Senfkorn weiter-gehen soll. Zunächst ist der Vorschlag des Bürgermeisters, die Einrichtung mit nur einer Gruppe – bei vollständiger Finanzierung durch die Zivilgemeinde - fortzuführen, zu betrachten.

Pädagogische Aspekte
Verändert man die Basis der Einrichtung (Reduzierung auf eine Gruppe), wird die Möglichkeit, ein vielfältiges pädagogisches Angebot vorzuhalten, massiv eingeschränkt. Damit wird auch die Attraktivität der Einrichtung als solche maßgeblich beeinträchtigt. Zum Beispiel macht eine Vorschulgruppe mit nur ein oder zwei Kindern wenig Sinn. Projektarbeit ist wegen der kleinen Anzahl von Kindern und Personal kaum noch möglich. Gruppenübergreifende Angebote nach altershomogenen Interessengruppen sind überhaupt nicht möglich. Fairerweise muss man sagen, dass unsere Ausgangslage in direkter Wettbewerbssituation zu den Einrichtungen der Zivilgemeinde erheblich geschwächt wäre.

Das Konzept müsste völlig neu entwickelt und den reduzierten Kapazitäten an Kindern und Personal angepasst werden. Die durch die Gruppenreduzierung mehr geschaffenen räumlichen Möglichkeiten könnten wegen der gleichlaufenden Personalreduzierung nicht genutzt werden. Das über Jahre gereifte und fortentwickelte Profil der Kita ginge weitgehend verloren.  

Betriebswirtschaftliche Kriterien
Auch unter ökonomischen Aspekten wäre eine Gruppenreduzierung fragwürdig. Erst mit  maximaler Ausschöpfung von Kita-Plätzen nach hessischen KiföG kann die Einrichtung wirt-schaftlich und effizient betrieben werden, weil nur so die gegebenen Fixkosten auf möglichst viele Plätze verteilt werden können. Mit einer Gruppenreduzierung würden somit die (Stück-) Kosten je Kita-Platz massiv ansteigen. Sollte es in der Folge zu weiteren Kürzungen kommen, würde man die Kostenfrage stellen und dort reduzieren, wo die „Stückkosten“ am höchsten sind. Ein langsames "Sterben" und "Kaputtsparen" der Kita würde am Ende des Tages die Schließung der Einrichtung zur Folge haben.

Je kleiner die organisatorische Einheit, desto größer ist zudem das Problem, praktikable Vertretungsregelungen bei Mitarbeiter-Fehlzeiten zu finden. Bei Ausfall einer Vollzeitkraft ist sofort „Land unter“. Es wird also sehr schnell zu personellen Engpässen kommen.

Geschwisterkinder können bei einer eingruppigen Einrichtung möglicherweise wegen fehlenden freien Plätzen nicht mit zwei Jahren aufgenommen werden. Dies hätte für die Eltern eine deutlich verlängerte Wartezeit zur Folge oder führt dazu, dass Kinder einer Familie unterschiedliche Einrichtungen besuchen müssten. Es wäre zu befürchten, dass die Eltern schon im Vorhinein andere und zwar größere Einrichtungen bevorzugen, um die Unterbringung aller Geschwisterkinder in einer Einrichtung sicherstellen zu können.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Gruppenreduzierung aus unserer Sicht keine sinnvolle Option darstellt. Daher hat das Presbyterium in seiner Sitzung am 11. Oktober 2016 den Beschluss gefasst, nur über die Fortführung einer zweigruppigen Kita unter Trägerschaft der Ev. Kirchengemeinde mit Gewährleistung einer Mindestvertragsdauer zu verhandeln.

Vorrang für freie Träger
Abschließend möchten wir an dieser Stelle auf den allgemeinen Vorrang für freie Träger der Jugendhilfe nach § 3, Abs. 5 des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches verweisen. Herr Bürgermeister Schultz und Amtsleiter Sigl sehen im Zuge der Reduzierung von Kinderbetreuungsplätzen keine Notwendigkeit, diesem Vorrang statt zu geben. Gleichwohl liegt uns ein Rechtsgutachten des Rechtsanwalt Kay Schulz, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, vor, das unsere Rechtauffassung eindrucksvoll bestätigt. Dieses stellen wir auf Anforderung gerne zur Verfügung.

Fazit
Neben den vielfältigen sachlichen Argumenten für einen weiteren Fortbestand erlauben Sie uns an dieser Stelle noch einmal einen Appell an Sie zu richten:

Die Ev. Kita Senfkorn ist eine Einrichtung mit langer Tradition in Atzbach. Über fast ein Jahr-hundert haben Eltern hier ihre Kinder abgegeben und waren sich einer exzellenten, liebevollen und qualifizierten Betreuung gewiss. Stets wurde den Erzieherinnen ein großes Vertrauen entgegen¬gebracht. Wie schon angedeutet, ist die große Kontinuität mit vielen langjährigen Erzieherinnen eine große Stärke der Einrichtung und zeigt, wie gut das Klima auch innerhalb der Mitarbeiterinnen der Kita ist.

Viele Eltern suchen sich ganz bewusst die Ev. Kita Senfkorn als Einrichtung für ihre Kinder aus. Obwohl andere Lahnauer Einrichtungen schon einjährige Kinder aufnehmen, entscheiden sich eine Reihe von Eltern dafür, die Zeit bis zur Aufnahme zu überbrücken, da es ihnen wichtig ist, ihr Kind in der Ev. Kita Senfkorn anzumelden. Das große Engagement der Eltern, welches im Anschluss an die Presseberichterstattung zur Kündigung durch die Zivilgemeinde begonnen hat, zeigt ebenfalls das enorme Interesse der Bevölkerung an dieser Einrichtung.

Wie möchten Sie den Bürgern erklären, dass man ein bestehendes, gut funktionierendes System – zumindest mittelfristig - auflöst? Dies ist in keinster Weise nachvollziehbar. Warum wird bisher nicht über eine andere Lösung nachgedacht, sondern ausschließlich die Reduzierung in der Ev. Kita Senfkorn auf die Agenda gesetzt? Sie haben jedoch die Möglichkeit, diese intakte Einrichtung aufrechtzuerhalten, worum wir Sie herzlichst bitten.

Die Ev. Kita Senfkorn gehört nach Atzbach. Sie bereichert das Leben von Gemeinde und Kirchengemeinde und ist eigentlich nicht wegzudenken. Es wäre fatal, wenn die politischen Gremien nach dem Wegfall der Grundschule nicht alles daran setzen würden, den Erhalt der Ev. Kita Senfkorn zu betreiben.

Wir sind sicher, dass wir Ihnen gute, belastbare und nachvollziehbare Argumente für einen Fortbestand der Ev. Kita Senfkorn liefern konnten. Es gibt zweifelsfrei einen Bedarf für den Weiterbestand dieser Einrichtung. Ohne diese Gewissheit würden wir uns nicht in dem Maß für die Ev. Kita Senfkorn einsetzen. Wir möchten Sie bitten, die Vielfalt im Angebot der Lahnauer Einrichtungen bestehen zu lassen.

Die neu entstandene Unsicherheit der Eltern über den Fortbestand der Einrichtung hat bereits Außenwirkungen entfaltet und zu einzelnen Rücknahmen von Neuanmeldungen geführt. So betrachtet ist nun schnellstmöglich Klarheit über die weitere Finanzierung der Ev. Kita Senfkorn und damit über deren Zukunft zu schaffen. In diesem Sinne bitten wir Sie, für den Fortbestand der Ev. Kita Senfkorn in kirchlicher Trägerschaft zu entscheiden.

Gerne würden wir mit Ihnen als Entscheidungsträger hierüber ins Gespräch kommen. Möglicherweise besteht noch weiterer Klärungsbedarf oder Sie haben Fragen. Hierzu stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichen Grüßen
Ev. Kirchengemeinde Atzbach



Manuela Bünger, Pfr.        Holger Tebbe,
Pfarrerin                             Mitglied des Presbyteriums

(C) Ev. Kirchengemeinde Dorlar und Atzbach 2017
Bild oben rechts: Andrea Kusajda / pixelio.de