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Gemeindeausflug nach Heidelberg

23. September 2012

 

Gemeindeausflug 2012Bereits in den vergangenen Jahren führten die Jahresausflüge der Kirchengemeinden Dorlar und Atzbach zu wichtigen Stätten der Reformation:
 
2010 nach Eisenach und der Wartburg
2011 nach Worms
2012 war Heidelberg das Ziel unserer Gemeindefahrt

Am 23. September 2012 fuhren wir mit zwei Reisebussen dem Ziel Heidelberg entgegen. Zunächst wurde die Gemeinde Waldhilsbach angesteuert, wo in der modernen Kirche eine Andacht gehalten wurde. Pfarrer Klaus Weber hielt die Gottesdienstfeier, den musikalischen Teil gestaltete der ev. Kirchenchor Atzbach/Dorlar. In seiner Ansprache nahm Pfr. Weber Bezug auf den Gemeindeausflug 2012Heidelberger Katechismus, der 1563 entstand und zu den Bekenntnisschriften der Evangelischen Kirche zählt, wie auch der 1529 von Martin Luther verfasste Katechismus. 1519 kam es in der Universität von Heidelberg zu einer Disputation, geleitet von M. Luther. Es ging darum, die verschiedenen reformatorischen Strömungen (Lutheraner, Calvinisten und Reformkatholiken) zu vereinheitlichen. Religionsstreitigkeiten bestimmten auch weiterhin das Geistesleben von Heidelberg. Zudem setzte bereits 1540 die Gegenreformation ein, Rom ließ derzeit nichts unversucht, die Reformationsbewegung aufzuhalten, was jedoch nicht gelang. Nach einem guten Mittagessen im „Landgashof Krone“ wurde uns von Pfarrer Weber eine Führung durch die Altstadt von Heidelberg geboten.

Gemeindeausflug 2012Heidelberg ist 1196 erstmals urkundlich erwähnt. Heute prägen die Renaissancegebäude, die mit Kopfsteinpflaster versehenen Gassen und die Kirchen verschiedener Epochen das Stadtbild. Die Stadt hat im Lauf der Jahrhunderte etliche kriegerische Auseinandersetzungen erlebt. Währen des 30-jährigen Kriegs (1618-1648)eroberte Tilly Heidelberg und das Schloss und ließ die Pfälzer Bibliothek als Kriegsbeute nach Rom transportieren. Weiteres Ungemach für die Pfalz ging Ende des 17. Jahrhunderts von Frankreich aus: im Erbfolgekrieg verwüsteten französische Truppen ganze Dörfer und Städte und verschonten auchGemeindeausflug 2012 Heidelberg nicht. Nach Ende des 2. Weltkriegs 1945 wurde Heidelberg Hauptquartier der US-Armee und entging dadurch weiterer Zerstörung. Heute sind die Schäden der Vergangenheit weitgehend beseitigt. Die Gebäude wurden restauriert, die Stadt lädt zum Verweilen ein. Wir konnten die gotische Heiliggeistkirche mit der Grablege von König Ruprecht I., dem Gründer der Heidelberger Universität, und seiner Gemahlin Elisabeth v. Hohenzollern besichtigen.
Ein absolutes Muss für jeden Besucher von Heidelberg ist die Fahrt mit der Bergbahn zum Schloss, das zunächst als Ruine erhalten, später aber teilweise wieder aufgebaut wurde. Eine Attraktion bildet das riesige Weinfass aus Eichenholz, Hinweis auf den einträglichen Weinbau in der Pfalz. Vom Schlossberg aus konnte man den Blick auf das alte Heidelberg und die ausgedehnten Universitätsgebäude erleben.
 
Gemeindeausflug 2012Als Alternativprogramm war eine Touristenfahrt auf dem Neckar angeboten, sie wurde von vielen angenommen, und das Wetter lud dazu ein. Das Organisationsteam hatte den Zeitplan perfekt ausgearbeitet, und so konnten wir die Heimfahrt rechtzeitig antreten. Wir danken allen Beteiligten für die gute Vorbereitung.
 
 
(C) Ev. Kirchengemeinde Dorlar und Atzbach 2017
Bild oben links: Andrea Kusajda / pixelio.de