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Mit Leib und Seele glauben

26. Februar 2012

 

Predigtreihe„Fühlen wir uns eigentlich wohl in unserer Haut? Oder ist vielleicht heute morgen dem einen oder anderen eher so zu Mute, dass er am liebsten „aus der Haut fahren“ möchte?“. Mit diesen Worten eröffnete Pfarrerin Bünger die diesjährige Predigtreihe. Schon traditionell finden an sechs aufeinander folgenden Sonntagen im Januar und Februar die Gottesdienste der Ev. Kirchengemeinden Dorlar und Atzbach im Haus der Begegnung statt. Die Pfarrerin der Gemeinden stellt die Gottesdienste jeweils als Predigtreihe unter ein gemeinsames Thema. In diesem Jahr, man konnte an jedem Sonntag rd. 120 Zuhörer begrüßen, wurde das Thema „Mit Leib und Seele glauben“ näher beleuchtet. Zum Auftakt ging es um „Was alles HAUT-Sache ist“, daran reihten sich „Wohin das Auge schaut“, „Die Stirn bieten“, „Vom Herzen her leben“, „Was Schultern tragen“ und „Von Angesicht zu Angesicht“ an. Pfarrerin Bünger berichtet dass sie bei den Themen Haut, Herz und Schulter sehr viel Resonanz erhalten habe.

Sie hatte bezüglich der Haut mit der Geschichte des Leprakranken deutlich gemacht, wie ausgestoßen sich diese Menschen vorkamen, weil ihnen jegliche Berührung verweigert wurde. Jesus hatte den Leprakranken berührt bevor er ihn heilte und dem Mann damit das Gefühl gegeben wieder etwas wert zu sein. Pfarrerin Bünger schlug mit der Geschichte eines jungen Mannes, der an AIDS erkrankt war und bis zu seinem letzten Atemzug vergeblich auf die versöhnliche Berührung seiner Eltern gehofft hatte, den Bogen in unsere Zeit.

Dass das Herz nicht nur dafür zuständig ist das Blut Predigtreihedurch den Körper zu pumpen, machte Bünger mit der Aussage „Das Herz ist biblisch gesehen die Mitte unserer Persönlichkeit. Mein Herz, das bin ich sozusagen. Hier liegen meine Gedanken, meine Entscheidungen, meine Pläne. Von hier aus wird mein Leben gesteuert. Mein Herz bzw. das, was in meinem Herzen ist, prägt also meine Lebensweise.“ deutlich. Sie führte weiter aus „Vom Herzen her leben“ heißt deshalb auch als erstes: Unser Herz ganz bewusst für Gott und seine Liebe zu öffnen, ihn ins eigene Leben einzuladen und willkommen zu heißen.“ Anschließend forderte sie alle Zuhörer auf, auf ihre Nächsten mehr zuzugehen und sich für sie zu interessieren. Damit könnten die Abstände zwischen den Menschen so verringert werden, so wie es bei dem überfalle­nen Juden und dem hilfsbereiten Samariter geschehen war.

Den Abschluss der Serie bildete ein Abendgottesdienst bei dem Pfarrerin Bünger vom Tatort-Kirche-Team und den Konfirmanden unterstützt wurde. Wie nach allen Gottesdiensten dieser Reihe waren die Besucher auch an diesem Abend eingeladen noch etwas im Gemeindehaus zu verweilen. An diesem Abend hatte das Team noch einen kleinen Imbiss vorbereitet.

(C) Ev. Kirchengemeinde Dorlar und Atzbach 2017
Bild oben links: Andrea Kusajda / pixelio.de